Mit den Elektrizitätsnetzen Allgäu, den Stadtwerken Lindau (B) sowie den Elektrizitätsgenossenschaften Schlachters und Röthenbach haben sich vier weitere Stadtwerke für VOLTARIS entschieden. Die Anwendergemeinschaft Messsystem vergrößert sich damit auf 40 Mitglieder und das Dienstleistungsgeschäft wird nach Bayern ausgeweitet. VOLTARIS hat bei der gemeinsamen Ausschreibung der vier Stadtwerke mit einem attraktiven Preismodell und dem umfassenden Produktportfolio überzeugt. Nur wenige Anbieter können alle Kernprozesse des intelligenten Messstellenbetriebs sowohl für den grundzuständigen als auch für den wettbewerblichen Messstellenbetreiber aus einer Hand abdecken

Für die vier neuen Partner mit insgesamt rund 50.000 Zählpunkten – darunter knapp 7.500 intelligente Messsysteme – wird VOLTARIS künftig den intelligenten Messstellenbetrieb inklusive Gerätemanagement, Gateway-Administration, WAN-Kommunikation und Messdatenaufbereitung übernehmen. Die vier Stadtwerke  arbeiten von Anfang an aktiv in der Anwendergemeinschaft mit, steigen damit gleich in die Umsetzung der neuen Prozesse des intelligenten Messstellenbetriebs ein und profitieren von den bisherigen Rollout-Erfahrungen.

Übergang in den Regelbetrieb bereits Mitte des Jahres

In den nächsten Wochen werden die VOLTARIS Projektleiter mit den neuen Stadtwerke-Partnern aktiv die Prozessumsetzung starten, um bereits Mitte des Jahres in den Regelbetrieb überzugehen. Schon Ende Januar wurden die Montage- und Logistikmitarbeiter zu berechtigten Personen der sicheren Lieferkette (SiLKe) für die Smart Meter Gateways geschult. Für die SiLKe-Schulungen hat VOLTARIS – nach dem erfolgreichen hybriden Schulungskonzept im Herbst – nun ein komplett digitales Schulungskonzept entwickelt.

Das technisch bislang umfassendste Demonstrationsprojekt zur Integration erneuerbarer Energien in das Versorgungssystem steht vor seinem Abschluss: Designetz, Teil des BMWi-Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie“ (SINTEG), stellt dar, wie intelligente Netze mit einer Einspeisung von zeitweise 100% erneuerbarer Energien eine sichere und effiziente Energieversorgung gewährleisten und welche Konzepte und Technologien hierfür eingesetzt werden können. Am Konsortium Designetz haben unter Federführung von innogy/E.ON insgesamt 46 Partner aus Wissenschaft und Forschung, Energiewirtschaft, Industrie und IKT zahlreiche Einzellösungen zu einem praxistauglichen Gesamtsystem zusammengefasst, und das über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland hinweg.

Anfang November präsentierten die zehn Partner von Designetz Saarland, darunter die VOLTARIS GmbH, virtuell ihre Ergebnisse. An der zweiten Podiumsdiskussion „Industrie und Politik“  beteiligten sich u.a. (v.l.n.r.) Mike Elbers, Geschäftsführer HAGER SE, Volker Schirra, Technischer Geschäftsführer der Voltaris GmbH, und Britta Hilt, geschäftsführende Gesellschafterin der IS Predict GmbH.

Entwicklung und Erprobung von Mess- und Steuerkonzepten

VOLTARIS hat in Designetz den Einsatz intelligenter Messsysteme (iMSys) in intelligenten Energienetzen untersucht und umgesetzt. Dabei vertrat der Spezialist für klassisches und intelligentes Metering vor allem die Gruppe der kleinen bis mittelgroßen Stadtwerke. Eine Bereitstellung von Messdaten zur Netzzustandserhebung sowie die Steuerung von Erzeugung und Verbrauch sind zentrale Beiträge, die ein Messsystem dabei leistet. Darüber hinaus kann es sicher und zuverlässig Steuerbefehle umsetzen und als Informations- und Kommunikationsplattform agieren und somit intelligente Lösungen im Energienetz ermöglichen. Im Demonstrator „Energienetze mit innovativen Lösungen“ (EMIL) hat sich VOLTARIS im Saarland mit dem Rollout von iMSys und der Durchführung der neuen Prozesse des grundzuständigen Messstellenbetreibers (gMSB) und Gateway-Administrators beschäftigt.

„In diesem Projekt haben wir ein Mess- und Steuerkonzept entwickelt und erprobt“, erläutert Volker Schirra, Geschäftsführer von VOLTARIS. „Der Schwerpunkt lag darin, eine geeignete Informationsbasis zu schaffen und zu nutzen, mit der es gelingt, kritische Netzzustände zu erkennen, vorherzusagen und zu beheben. Die Umsetzung des sogenannten BDEW-Ampelkonzepts war hier ein wesentlicher Bestandteil, um Flexibilitäten effizient steuern zu können. Zudem konnten wir durch das im Demonstrator aufgebaute 450 MHz-Funknetz bereits erste Gateways installieren, die mit dieser neuen Funktechnologie arbeiten.“

Positive Bilanz eines spannenden Projektes

Der Praxiseinsatz hat gezeigt, dass zukunftsfähige Lösungen zum Betrieb von Energienetzen davon abhängen, dass die Prozesse verschiedener Systeme aufeinander abgestimmt sind. Dazu gehört, Lösungen für eine praxisnahe Umsetzung zu schaffen, und zwar nicht nur für Fragen der technischen Anbindung, sondern auch für eine intelligente, systemische Verknüpfung von Markt und Netz. „Insgesamt war es für uns ein sehr spannendes und erfolgreichen Projektvorgehen“, fasst VOLTARIS-Geschäftsführer Karsten Vortanz zusammen. „Die erarbeiteten Konzepte und gewonnenen Erkenntnisse sind für VOLTARIS ein wesentlicher Baustein zur Weiterentwicklung von Systemen und Prozessen rund um das intelligente Messwesen. Das kommt insbesondere unserer ‚Anwendergemeinschaft Messsystem‘ zugute, in der wir mir 35 EVU und Stadtwerken an der Gestaltung des intelligenten Messstellenbetriebs zusammenarbeiten.“

 

Die Einführung der intelligenten Messsysteme bringt neue Prozesse und Systeme mit sich. Insbesondere die Umsetzung der sicheren Lieferkette der Smart Meter Gateways (SiLKe) ist dabei eine große Herausforderung für die Mitarbeiter der Bereiche Montage und Lager/Logistik. Um sie dabei zu unterstützen, hat sich VOLTARIS intensiv auf die neuen Prozesse vorbereitet: Die eigenen Montageleiter wurden bei dem Gerätehersteller PPC umfassend geschult und führen nun die Schulungen innerhalb der Anwendergemeinschaft nach dem Train-the-Trainer Konzept durch.

Hybrides Schulungskonzept

Dafür hat VOLTARIS ein Schulungskonzept erarbeitet, dass digitales Lernen und Präsenztraining ideal kombiniert: Der Theorieteil findet per Online-Seminar statt, den erforderlichen Praxis-Test legen die Teilnehmer – unter stringenter Einhaltung des Sicherheits- und Hygienekonzepts – in Kleingruppen von maximal fünf Personen an den jeweiligen Standorten in Maxdorf oder Merzig ab. Die ersten Schulungen haben nun erfolgreich stattgefunden.

Bedarf an kontinuierlicher und persönlicher Abstimmung groß

Schulungsinhalte sind die Komponenten der sicheren Lieferung, u.a. die Lagerung und der Transport der Gateways, die Arbeitsabläufe/Prozesse vor und nach der Installation, die Lagerbewirtschaftung, die Warenprüfung und -annahme sowie ein Leitfaden zur Kundenkommunikation. Nach erfolgreich abgelegtem Test erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat und ihre persönliche SiLKe Ausrüstung (Transportbox und Zubehör) für den sicheren Transport von Smart Meter Gateways. Die Stadtwerke-Partner bedauern, dass Präsenz-Veranstaltungen momentan nicht möglich sind, zeigen aber durchaus Verständnis für die Alternativen. Der persönliche Austausch untereinander ist für die Teilnehmer wichtig, gerade jetzt im laufenden Rollout. VOLTARIS wird daher auch künftig alternative Veranstaltungsformate anbieten mit der Möglichkeit, sich auch per Chat untereinander auszutauschen.

Der Smart Meter Rollout innerhalb der VOLTARIS Anwendergemeinschaft läuft auf Hochtouren. In enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerke-Partnern werden die Prozesse exakt nach den Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes geplant und ausgeführt.

Mehr zur Anwendergemeinschaft und Kontakt….

Der Smart Meter Rollout innerhalb der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem läuft auf Hochtouren. Mit jedem Einbau eines intelligenten Messsystems (iMSys) wächst der Erkenntnisgewinn bei der Gestaltung des intelligenten Messstellenbetriebs. Beim Einbau der iMSys orientiert sich VOLTARIS am koordinierten Teststufenkonzept des FNN, der für die Anwendergemeinschaft entsprechend adaptiert worden ist. VOLTARIS übernimmt bei den ersten Einbauten die Gerätebeschaffung, die Umsetzung der sicheren Lieferkette der Smart Meter Gateways, die Montage sowie die Inbetriebnahme der iMSys. Parallel werden die Montagefachkräfte und Mitarbeiter im Lager- und Logistikbereich der Stadtwerke-Partner intensiv zu „berechtigten Personen für die sichere Lieferkette“ und zu den Montageprozessen geschult. Die lessons learned werden innerhalb der Anwendergemeinschaft diskutiert und dokumentiert, so dass alle Mitglieder von den gemachten Erfahrungen profitieren. Die Feldtestergebnisse werden in die Arbeitskreise des FNN zurückgespiegelt.

Vom Test ins Feld: Rollout für die Pfalzwerke Netz AG

Parallel zum Feldtest werden im Rahmen des operativen Pflicht-Rollouts Ende August für die Pfalzwerke Netz AG weitere 100 iMSys unter Einhaltung aller BSI-konformen Standardprozesse ausgerollt. Insgesamt werden im Netzgebiet der Pfalzwerke im Zuge des Rollouts rund 350.000 Zähler gewechselt, darunter ca. 290.000 moderne Messeinrichtungen und ca. 60.000 iMSys.

Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt DESIGNETZ: Gateways über das 450-MHz-Funknetz

Auch die Ergebnisse aus den Forschungsprojekte liefern wertvolle Ergebnisse für den operativen Rollout. Im Bundesforschungsprojekt DESIGNETZ entwickeln und erproben die VSE AG und die energis Netzgesellschaft mbH gemeinsam mit Partnerunternehmen, u.a. VOLTARIS, innovative Technologien zur Netzführung. Das Ziel ist die Schaffung einer Infrastruktur, mit der erneuerbare Energien in das Energieversorgungssystem auf der Mittelspannungs- und Niederspannungsebene besser integriert werden können. Im Demonstratorprojekt EMIL – Energienetze mit innovativen Lösungen – ist VOLTARIS dabei u.a. zuständig für den Einbau der intelligenten Messsysteme einschließlich der Gateway-Administration.

Im Rahmen des Projektes wurde in Freisen (Saarland) ein 450 MHz-Funknetz für energiewirtschaftliche Anwendungen aufgebaut. Hier wurden bereits Gateways installiert, die über das 450-MHz-Funknetz angebunden sind. Die Vorteile des 450-MHz-Frequenzbandes: Es bietet eine gute Gebäudedurchdringung und eine hohe Reichweite. „Durch unsere Arbeit in DESIGNETZ haben wir innerhalb der letzten vier Jahre wertvolle Erfahrungen gesammelt, die uns und unseren Kunden jetzt im operativen Rollout zugutekommen,“ berichtet VOLTARIS Geschäftsführer Volker Schirra. Die im Projekt aufgebaute Produktiv-Umgebung wurde stetig weiterentwickelt und die Forschungsergebnisse fließen in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ein, wie zum Beispiel das Steuern über das iMSys beim Einsatz von Flexibilitäten und der Einbindung von EEG-Anlagen.

Alle Leistungen für Gasversorger und Erweiterung der Zählerdienstleistungen für Gasmessgeräte: Am 15. Mai wurde die Prüfstelle GSL3 am Standort Merzig offiziell vom saarländischen Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) gemäß den Vorschriften des Mess- und Eichgesetzes staatlich anerkannt.  Damit sind wir nun Träger von drei staatlich anerkannten Prüfstellen für Elektrizitäts- und Gas-Messgeräte.

In den Prüfstellen ERP3 in Maxdorf und ESL3 in Merzig übernehmen wir Eichung von Elektrizitätszählern, Wandlern und Zusatzeinrichtungen, die Eichgültigkeits-Verlängerungen und die Befundprüfungen.

Alle Leistungen für Gasversorger

Mit der Anerkennung der Prüfstelle GSL3 erhält VOLTARIS nun auch offiziell die Befugnis zur Durchführung hoheitlicher Aufgaben im Bereich der Gas-Messgeräte. Dazu gehören die Eichung und Befundprüfung von Mengenumwertern und deren Zusatzeinrichtungen und die Betriebsprüfungen und Inbetriebnahmen beim Wechsel von Gaszählern und bei der Erneuerung von Gas-Messgeräten. Somit bieten wir das komplette Service-Portfolio für Gasversorger an – sowohl im Bereich Zähl- und Messeinrichtungen als auch auch im Energiedatenmanagement für Ausspeisenetzbetreiber und Transportkunden.

Informieren Sie sich über unsere Leistungen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Smart Meter Rollout, Messstellenbetrieb und Datenmanagement: Die Zertifizierung gilt unternehmensweit. Am 13. Mai wurde VOLTARIS nach DIN ISO 27001 offiziell durch die TÜV Nord Cert GmbH rezertifiziert. Das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) des Energiedienstleisters entspricht also weiterhin – unter Berücksichtigung der technischen Richtlinie 03109-6 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – den hohen Sicherheitsanforderungen an die Gateway-Administration (GWA).

Die Durchführung der Rezertifizierung zu einem Zeitpunkt, als die umfangreichen Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kaum 14 Tage alt waren, stellte die Umsetzung des Projekts auf eine noch nie dagewesene Komplikationsstufe. Aber alle Anforderungen und Herausforderungen konnten gelöst werden: Das Audit fand größtenteils per Videokonferenz statt, die Begehung nach einem extra erstellten Sicherheitskonzept.

Das ISMS wird insbesondere für die Prozesse der GWA benötigt und dient unter anderem dem Nachweis der Informationssicherheit gegenüber Kunden, Partnern, Behörden und Wirtschaftsprüfern. Die Informationssicherheit liegt uns generell am Herzen – nicht nur, weil die Prozesse der GWA diese erfordern. Daher setzen wir bewusst auf die unternehmensweite Zertifizierung – im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, die lediglich den Rechenzentrums-Betrieb zertifiziert haben.

Informieren Sie sich HIER über unsere modularen Lösungen für die BSI-konforme Verwaltung und das Management der Smart Meter Gateways.

VOLTARIS nimmt Messstellenbetrieb und Smart Meter Rollout wieder auf

Ab sofort werden wir unter Beachtung umfassender Schutzmaßnahmen unsere Tätigkeiten im Messstellenbetrieb sowie im Bereich der Energiedatendienstleistungen in vollem Umfang wieder aufnehmen.

Im Zuge des Rollouts der modernen Messeinrichtungen werden die Kunden zusammen mit den Terminankündigungsschreiben ein zusätzliches Beiblatt erhalten, das unsere sichere Arbeitsweise und die Vorsichtsmaßnahmen beschreibt. Unsere Mitarbeiter und beauftragten Dienstleister arbeiten vor Ort gemäß vorgegebener Sicherheitsanweisung zum Schutz gegen Viren, um die Gefahr einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus zu minimieren.

Als Dienstleister für Infrastruktur-Dienstleister sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Nach eingehender Bewertung der relevanten Gefährdungen haben wir umfassende Sicherheitskonzepte für alle Unternehmensbereiche entwickelt und entsprechende präventive Maßnahmen abgleitet.

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können wir unsere Dienstleistungen für Sie in vollem Umfang und in gewohnter Qualität erbringen und schrittweise in den neuen Normalbetrieb übergehen. Dabei haben wir stets die aktuelle Lage und die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden im Blick. Denn die Gesundheit und der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden, Partner und Lieferanten stehen weiterhin im Vordergrund.

Ihre Ansprechpartner stehen Ihnen wie gewohnt zur Verfügung. Bleiben Sie gesund!