VOLTARIS GmbH - Zählerdienstleistungen

Die Verantwortung für die sichere Auslieferung der Smart Meter Gateways (SMGW) ab Übernahme vom Hersteller ist auf die Messstellenbetreiber (MSB) übertragen worden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Anforderungskatalog erstellt, um die Integrität und Authentizität der SMGW während der gesamten Liefer- und Montageprozesse zu gewährleisten. Die MSB müssen diese Anforderungen nun in ein individuelles Sicherheitskonzept überführen, um die Prozesse regelkonform umzusetzen. Die VOLTARIS GmbH hat ein BSI-konformes Sicherheitskonzept ausgearbeitet und im eigenen Haus bereits erfolgreich umgesetzt. Nun ist es auch den in der Anwendergemeinschaft (AWG) organisierten Stadtwerke-Partnern zur Verfügung gestellt worden – als Blaupause für die Gestaltung ihrer eigenen MSB-Lieferkette.

Das VOLTARIS Montage-Team und die für VOLTARIS tätigen Dienstleister sind bereits nach dem neuen Konzept geschult worden – inklusive Abschlusstest auf der VOLTARIS E-Learning-Plattform, mit dem das Wissen spielerisch gefestigt wird. Nun ist das Konzept auch den AWG-Mitgliedern zur Verfügung gestellt worden. Sie erhalten damit einen umfassenden Leitfaden für die prozessverantwortlichen Personen, um damit im eigenen Stadtwerk eine effiziente, transparente und regelkonforme Lieferkette umzusetzen.

VOLTARIS GmbH - Alexander Monzel„Mit unserem neuen Sicherheitskonzept erfüllen wir die BSI-Vorgaben zur sicheren Auslieferung und Installation der intelligenten Messsysteme“, erklärt Alexander Monzel, stellvertretender Bereichsleiter Zählerdienstleistungen bei VOLTARIS. „Es basiert auf den Vorgaben des BSI-Anforderungskatalogs und bietet eine flexible Grundlage, die regelmäßig an aktuelle Bedrohungen und technologische Entwicklungen angepasst werden kann.“

Das Konzept umfasst klare Vorgaben für die Schulung prozessverantwortlicher Personen, die im Rahmen der MSB-Lieferkette – vorrangig im Lager und Logistikbereich – tätig sind. Ziel ist es, Mitarbeitende in der Durchführung von Gehäusesichtprüfungen, Manipulationserkennung sowie im Erkennen von Sicherheitsereignissen und -vorfällen zu schulen. Die Schulungen können je nach Bedarf online oder in Präsenz erfolgen und werden zentral dokumentiert.

 

Maßnahmen in Lagerung, Transport und Montage
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Aktualisierung und Bereitstellung relevanter Informationen, um die Mitarbeitenden stets auf dem neuesten Stand zu halten. Dazu gehören Meldewege, zentrale Ansprechpartner sowie die zentrale Meldestelle für Sicherheitsvorfälle. Die Sensibilisierung für potenzielle Gefährdungen und die Bedeutung der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen sind integraler Bestandteil der täglichen Arbeit. Das Sicherheitskonzept definiert zudem die Verantwortlichkeiten innerhalb der MSB-Lieferkette neu: Während die Verantwortung des Gateway-Herstellers nach der Warenannahme endet, übernimmt VOLTARIS die vollständige Verantwortung für die sichere Auslieferung und Montage der SMGW. Bei Eigentumsübertragungen auf Kunden der VOLTARIS geht die Verantwortung entsprechend auf diese über.

„Unser Ziel ist es, die Massengeschäftstauglichkeit und Sicherheit der MSB-Lieferkette zu gewährleisten“, so Alexander Monzel. „Durch gezielte Maßnahmen in Lagerung, Transport und Montage stellen wir sicher, dass die Hardware und Software gegen Manipulation geschützt sind und die Authentizität der Geräte jederzeit gewährleistet bleibt.“

Das Sicherheitskonzept umfasst konkrete Prozessschritte, wie die physische Zugangskontrolle, Sichtprüfungen während der Montage sowie die Rückmeldung an die zentrale Steuerung. Bei Abweichungen oder Sicherheitsvorfällen sind klare Reaktionsmechanismen vorgesehen, um schnell und effektiv reagieren zu können.

AWG Messsystem: Den Rollout gemeinsam umsetzen
VOLTARIS unterstreicht mit dem innovativen Sicherheitskonzept seinen Expertenstatus im intelligenten Messwesen. In der VOLTARIS AWG arbeiten mittlerweile rund 50 Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber bei der Gestaltung des intelligenten Messstellenbetriebs zusammen. Als Mitglied der starken Gemeinschaft profitieren die Teilnehmenden vom stetigen Austausch und von praxisnahen Anwendungshilfen wie Video-Tutorials und Prozess-Handbüchern. In den regelmäßigen Workshops werden regulatorische Vorgaben, Systeme und Prozesse beleuchtet. Darüber hinaus geben externe Referenten aus namhaften Consulting-Unternehmen wertvolle Impulse von außen. Der Einstieg in die AWG ist für Stadtwerke jederzeit möglich.

Die VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem ist beim Hochlauf des Smart Meter Rollouts auf einem guten Weg: Die Prozesse laufen stabil, die ERP-Systeme der rund 50 Stadtwerke-Partner sind an das GWA-/MDM-System der VOLTARIS angebunden. In den kommenden Monaten wird neben dem Erreichen der 20 %-Einbauquote auch das Schalten und Steuern in den Fokus der Entwicklungen rücken.

In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Consulting-Partner HORIZONTE-Group bietet VOLTARIS exklusiv für die Anwendergemeinschaft eine Workshop-Reihe an, die sich mit diesen Themen auseinandersetzt. Der erste Workshop „Schalten, Steuern und CLS“ findet Anfang Juli in Kaiserslautern statt.

Regulatorik, Marktentwicklungen und Intensivworkshops

Während der Veranstaltung informiert VOLTARIS über den aktuellen Stand der Umsetzung und zukünftige Angebote. Im zweiten Teil wird Dr. Roland Olbrich, HORIZONTE Group, einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen (§14a EnWG, §9 EEG, MsbG) sowie die aktuellen Marktentwicklungen geben. Darüber hinaus wird er Handlungsfelder für die Stadtwerke und Priorisierungsvorschläge für die kommenden Monate aufzeigen. Die kommenden Workshop-Termine sind als Individual-Intensivworkshops für Kleingruppen konzipiert. „Durch das Clustern von Anwendergruppen können wir mit den Rollout-Verantwortlichen unserer Kunden intensiv in spezifische Themen einsteigen. So beleuchten wir im Deep-Dive beispielsweise Systeme und Schnittstellen in der jeweiligen IT-Ziellandschaft und erarbeiten den Datenbedarf und die Dateninhalte der wesentlichen Schnittstellen“, erklärt Dr.-Ing. Stephan Röhrenbeck, Leiter MSB-Management bei VOLTARIS, das Workshop-Konzept. Eine Themenvorschau der weiteren Workshops umfasst die Kernprozesse des Schaltens und Steuerns sowie eine Übersicht der erforderlichen Geräte und Anforderungen an deren Montage.

 Starkes Netzwerk für den Smart Meter Rollout

VOLTARIS begleitet die Stadtwerke-Partner während des gesamten Smart Meter Rollouts. In der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem arbeiten mittlerweile rund 50 Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber bei der Gestaltung des intelligenten Messstellenbetriebs zusammen. Insgesamt betreut VOLTARIS hier rund 1,5 Millionen Zählpunkte im intelligenten Messstellenbetrieb sowie künftig 300.000 intelligente Messsysteme als Full Service-Dienstleistung. Ein Einstieg in die Anwendergemeinschaft ist jederzeit möglich. Das einfache Onboarding neuer Mitglieder erfolgt nach einem standardisierten Projekt- und Prozessvorgehen.

Der Betrieb der intelligenten Messsysteme erfordert den zuverlässigen, automatisierten Datenaustausch vom Smart Meter Gateway über das Messdatenmanagement (MDM)- bzw. EMT-System (Externe Marktteilnehmer) zu den ERP-Systemen der Stadtwerke. VOLTARIS stellt für die Anbindung, unter anderem an SAP, Schleupen, IS-Software, SIV, Wilken und rhenag, vollintegrierte Schnittstellen bereit. Mittlerweile sind rund 70% der Kunden produktiv an das GWA-/MDM-System angebunden, die weiteren befinden sich in der Umsetzung.  Wir haben stabile Prozesse bei der Stammdatenübermittlung erreicht und auch der Messdatenversand erfolgt beständig und zuverlässig

Detaillierter Projektzeitplan

Die Schnittstellenumsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerke-Partnern nach einem von VOLTARIS speziell konzipierten Projekt- und Prozessvorgehen, das  alle Meilensteine der Umsetzung beinhaltet – vom Kick-off über den Systemaufbau und die Konfiguration bis hin zur Produktivsetzung.

  • Nach dem Aufbau einer gesicherten Kommunikationstrecke über das Verschlüsselungsprotokoll TLS (Transport Layer Security) wird im ERP-Testsystem die Schnittstelle implementiert und konfiguriert.
  • Anhand ausgiebiger Funktionstests erfolgt das Customizing der Schnittstelle an das jeweilige ERP-System.
  • Daraufhin erfolgt die Produktivsetzung, bei der die Konfiguration auf die Produktivschnittstelle übertragen und im Rahmen des Einbaus eines zertifizierten Messsystems in der Wirk-PKI-Infrastruktur final getestet wird.

Stadtwerke Bad Kreuznach seit Mai 2021 im Produktivbetrieb

Die Stadtwerke Bad Kreuznach arbeiten bereits seit gut zweieinhalb Jahren mit der vollautomatisierten Lösung. Da sie künftig mehrere Tausend intelligente Messsysteme betreiben werden, haben sie sich von Anfang an für eine vollautomatisierte Schnittstelle zum ERP-System entschieden. Über die Schnittstelle werden die Stammdaten (z.B. Gerätedaten) und die entschlüsselten Messdaten der jeweiligen Tarifanwendungsfälle ausgetauscht. Dank des individuellen Prozessvorgehens konnte das Projekt innerhalb von sechs Monaten komplett umgesetzt werden. Die Vorteile der Zusammenarbeit mit VOLTARIS liegen für die Stadtwerke darin, dass sie keine eigenen Zertifizierungen benötigen und sicher sein können, dass die Umsetzung aller Prozesse BSI-konform erfolgt. Außerdem profitieren sie vom kontinuierlichen Austausch mit weiteren Stadtwerken innerhalb der VOLTARIS-Anwendergemeinschaft und der gemeinsamen Produktentwicklung.

Bei Fragen zu der Schnittstellenanbindung melden Sie sich gerne unter info@voltaris.de .