Die VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem ist beim Hochlauf des Smart Meter Rollouts auf einem guten Weg: Die Prozesse laufen stabil, die ERP-Systeme der rund 50 Stadtwerke-Partner sind an das GWA-/MDM-System der VOLTARIS angebunden. In den kommenden Monaten wird neben dem Erreichen der 20 %-Einbauquote auch das Schalten und Steuern in den Fokus der Entwicklungen rücken.

In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Consulting-Partner HORIZONTE-Group bietet VOLTARIS exklusiv für die Anwendergemeinschaft eine Workshop-Reihe an, die sich mit diesen Themen auseinandersetzt. Der erste Workshop „Schalten, Steuern und CLS“ findet Anfang Juli in Kaiserslautern statt.

Regulatorik, Marktentwicklungen und Intensivworkshops

Während der Veranstaltung informiert VOLTARIS über den aktuellen Stand der Umsetzung und zukünftige Angebote. Im zweiten Teil wird Dr. Roland Olbrich, HORIZONTE Group, einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen (§14a EnWG, §9 EEG, MsbG) sowie die aktuellen Marktentwicklungen geben. Darüber hinaus wird er Handlungsfelder für die Stadtwerke und Priorisierungsvorschläge für die kommenden Monate aufzeigen. Die kommenden Workshop-Termine sind als Individual-Intensivworkshops für Kleingruppen konzipiert. „Durch das Clustern von Anwendergruppen können wir mit den Rollout-Verantwortlichen unserer Kunden intensiv in spezifische Themen einsteigen. So beleuchten wir im Deep-Dive beispielsweise Systeme und Schnittstellen in der jeweiligen IT-Ziellandschaft und erarbeiten den Datenbedarf und die Dateninhalte der wesentlichen Schnittstellen“, erklärt Dr.-Ing. Stephan Röhrenbeck, Leiter MSB-Management bei VOLTARIS, das Workshop-Konzept. Eine Themenvorschau der weiteren Workshops umfasst die Kernprozesse des Schaltens und Steuerns sowie eine Übersicht der erforderlichen Geräte und Anforderungen an deren Montage.

 Starkes Netzwerk für den Smart Meter Rollout

VOLTARIS begleitet die Stadtwerke-Partner während des gesamten Smart Meter Rollouts. In der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem arbeiten mittlerweile rund 50 Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber bei der Gestaltung des intelligenten Messstellenbetriebs zusammen. Insgesamt betreut VOLTARIS hier rund 1,5 Millionen Zählpunkte im intelligenten Messstellenbetrieb sowie künftig 300.000 intelligente Messsysteme als Full Service-Dienstleistung. Ein Einstieg in die Anwendergemeinschaft ist jederzeit möglich. Das einfache Onboarding neuer Mitglieder erfolgt nach einem standardisierten Projekt- und Prozessvorgehen.

VOLTARIS GmbH - Forschungsprojekt AI-Flex

VOLTARIS GmbH - Forschungsprojekt AI-FlexIm Verbundvorhaben AI-flex entwickeln die Projektpartner eine autonome Künstliche Intelligenz (KI) für zellulare Energiesysteme mit zunehmender Flexibilität durch Sektorenkopplung und verteilte Speicher. Mittelfristig soll ein europaweites, zellulares Energiesystem mit vielen dezentralen Anlagen zur Erzeugung, Speicherung und Verbrauch erneuerbarer Energien entstehen, so dass ein höherer Anteil erneuerbarer Energie in die Netze fließen kann.

Als Forschungspartner sind die Hochschule Bielefeld, die Stadtwerke Bielefeld, die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU), die Technische Universität Wien und das Austrian Institute of Technology beteiligt.

Ende Januar wurden bei der VOLTARIS GmbH in Maxdorf die Weichen für den Endspurt des Projektes gestellt. Bei dem zweitägigen Treffen in Maxdorf standen unter anderem der Bericht des Projektmanagements sowie der Austausch zum Status der einzelnen Arbeitspakete auf dem Programm. Die deutsch-österreichischen Projektpartner informierten sich zudem in der VOLTARIS-eigenen Prüfstelle ERP3 zu der Funktionsweise und Qualitätssicherung der digitalen Zähler und intelligenten Messsysteme.

Ziel von AI-flex: Erneuerbare Energien KI-basiert im Stromnetz steuern

Immer mehr dezentrale Erzeugungsanlagen und Verbraucher werden an das Niederspannungsnetz angeschlossen. Durch die Schwankungen der Erzeugung und des Verbrauchs wird das Stromnetz belastet. Diese Schwankungen ließen sich ausgleichen, indem das Energiesystem in dezentrale Energiezellen aufgeteilt wird, die mittels einer KI verwaltet werden. Das Verbundvorhaben AI-flex beschäftigt sich mit der Entwicklung einer solchen autonomen KI. Dezentrale, autonome Energiezellen können dabei Elektrizitäts-, Gas- und Fernwärmenetze umfassen. Im Gegensatz zum konventionellen Netzbetrieb kann jede Zelle für sich die Erzeugung von erneuerbaren Energien, die Energiespeicherung und den Verbrach optimieren. Durch die große Anzahl (171 kWp) der berücksichtigten Anlagen (Photovoltaik, Speicher und Verbraucher) werden eine hohe Detailgenauigkeit und ein hohes Komplexitätsniveau erreicht. Im Projekt werden autonome, KI-basierte Zelloptimierer entwickelt, die eine effiziente Steuerung der Vielzahl an Geräten und Anlagen ermöglichen. Die KI-basierte Steuerung wird in einen digitalen Zwilling der unteren Ebenen des Energiesystems integriert und dort unter realen Bedingungen getestet. Mittelfristig soll dabei ein europaweites, zellulares Energiesystem mit zahlreichen dezentralen Anlagen zur Erzeugung, Speicherung und Verbrauch erneuerbarer Energien entstehen, so dass ein höherer Anteil erneuerbarer Energie in die Energienetze fließen kann“, erklärt Stephan Röhrenbeck, Teamleiter Produktentwicklung und Projektmanagement bei VOLTARIS und Mitglied des Forschungsteams.

Aufgaben von VOLTARIS bei AI-flex

VOLTARIS ist im Teilprojekt Smart Metering für die Verfügbarkeit und Optimierung der realen Messwerte aus den Netzen zuständig. Dazu gehören die Messdatengewinnung und -bereitstellung, der Betrieb und die Überwachung der relevanten Backendsysteme des intelligenten Messstellenbetriebs, die Überwachung der Lasten innerhalb des Energiesystems mit intelligenten Messsystemen sowie die Evaluation und Entwicklung von digitalen Geschäftsmodelle im Kontext eines zellularen Energiesystems. Das am 01. Juni 2022 gestartete Projekt läuft noch bis zum
31. Mai 2025.

VOLTARIS Anwendergemeinschaft stellt Weichen für das neue Jahr

Ende November diskutierten die Stadtwerke-Partner der Anwendergemeinschaft Messsystem in Kaiserslautern die Neuheiten im intelligenten Messwesen. VOLTARIS gab einen Ausblick auf die Hauptthemen des kommenden Jahres: Steuern in der Niederspannung und Rollout-Hochlauf.

VOLTARIS GmbH - Anwendergemeinschaft MesssystemMsbG-Novelle beleuchtet

Externe Referenten gaben wie gewohnt wertvolle Impulse von außen. Jan-Hendrik vom Wege von der Kanzlei Becker Büttner Held informierte zur Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes aus juristischer Sicht, den Anpassungen der Preisobergrenzen und zu den Ausstattungsquoten für intelligente Messsysteme (iMSys). Anschließend beleuchtete Dr. Roland Olbrich von der Horizonte Group die MsbG-Novelle aus Marktsicht und stellte dar, was die neue MSB-Lieferkette im Detail für die Stadtwerke bedeutet. Vorteil der Anwendergemeinschaft: Das vom BSI-geforderte Sicherheitskonzept für die MSB-Lieferkette wird VOLTARIS erarbeiten und den Stadtwerke-Partnern zur Verfügung stellen. In einem interessanten Gastbeitrag berichtete Desiree Sand von der EnergieSüdwest Netz GmbH über die iMSys mit Breitband Powerline im Produktivbetrieb.

Thementische im Foyer: Gerätetechnik und Steuern

Wieder hoch im Kurs standen die Thementische im Foyer. Markus Barthel, stellvertretender Leiter der Prüfstelle ELS3 in Merzig, stellte die aktuelle Gerätetechnik vor und hatte eine große Auswahl an Zählern, Messeinrichtungen und Zubehör dabei. Claus Damm und Julian Zilg von der PPC AG zeigten einen Use-Case zum Steuern in der Niederspannung mit Abbildung der kompletten Prozesskette.

VOLTARIS-Schwerpunkte 2025: Steuern und Rollout-Hochlauf
Dr.-Ing. Stephan Röhrenbeck, Teamleiter Produktentwicklung und Projektmanagement bei VOLTARIS, referierte zum Status Quo des Smart Meter Rollouts und den Neuheiten den metering days. Den Schwerpunkt seines Vortrags bildete das Thema Steuern. Bei VOLTARIS ist ein erstes aEMT-System für die Umsetzung des TAF 10 bereits produktiv in Betrieb. Ein weiteres aEMT-Testsystem für TAF 10 und das Steuern wird derzeit aufgebaut. Zur Unterstützung der Steueraufgaben der Stadtwerke-Partner wird VOLTRIS künftig ein CLS-Management-System anbieten, mit dem die Steuereinrichtungen parametriert werden können. VOLTARIS wird den Kunden im kommenden Jahr verstärkt Workshops anbieten, z.B. zu Systemen, Hardware, Beschaffung und Schnittstellenumsetzung. Ende 2025 müssen mindestens 20% der Pflichteinbaufälle mit iMSys ausgestattet sein. Innerhalb der Anwendergemeinschaft wird im kommenden Jahr sozusagen der Rollout-Turbo gezündet.