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Die Einführung intelligenter Messsysteme (iMSys) steigt innerhalb der Anwendergemeinschaft Messsystem (AWG) weiterhin stark an. Parallel rückt der Steuerrollout zunehmend in den Fokus. Mit dem neuen Modul aEMT Basis stellt VOLTARIS den Stadtwerke‑Partnern das Herzstück für die Steuerprozesse bereit. Das Modul fügt sich nahtlos in die vollintegrierte VOLTARIS-Systemlandschaft aus Gateway-Administration, pEMT und aEMT ein. Die Leistungen umfassen neben dem CLS‑Management und der Steuerbox‑Administration auch die Bereitstellung von Netzzustandsdaten nach TAF 10. Bis zur vollständigen Prozessintegration der ERP-Hersteller stellt VOLTARIS einen manuellen Workaround bereit, mit dem sich Steuerboxen bereits vorab für Testzwecke in Betrieb nehmen lassen.

Der Steuerrollout umfasst zahlreiche Abhängigkeiten und technische Bausteine: vom Aufbau eines aEMT‑Systems über ein Netzcockpit und neue Schnittstellen bis hin zur Ertüchtigung der ERP‑Systeme und der Anpassung technischer Mindestanforderungen. „Das aEMT-System dient als exekutive Plattform für die Administration der Steuerboxen, die Weiterleitung hochfrequenter Messdaten und die Steuerung von CLS-Steuereinheiten“, erläutert Dr.-Ing. Stephan Röhrenbeck, Leiter MSB-Management bei VOLTARIS, die Funktionsweise. Netzzustandsdaten nach TAF 10 werden vom System empfangen, entschlüsselt und an die Systeme der Netzbetreiber weitergeleitet, wo sie analysiert und verarbeitet werden. Gleichzeitig übernimmt das aEMT-System die Entgegennahme von Steuerbefehlen, initiiert den Aufbau eines CLS-Kanals und übermittelt die Befehle des Netzbetreibers an die entsprechenden Steuerboxen – beispielsweise für Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur oder Erzeugungsanlagen.

Vorteile der VOLTARIS aEMT-Lösung

Durch die vollintegrierte Systemlandschaft aus pEMT, GWA und aEMT – bereitgestellt durch einen einzigen Softwarelieferanten – entsteht ein einheitliches, konsistentes Ökosystem. Proprietäre Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Systemlandschaften oder Herstellern entfallen dadurch vollständig. Dies reduziert potenzielle Prozessschwachstellen erheblich und senkt zugleich die Kosten, etwa durch Systemskalierung und den gemeinsamen Sammelmandantenbetrieb. Technologisch setzt das Unternehmen auf bewährte Softwarelösungen der Marktführer robotron sowie den hochsicheren Rechenzentrumsbetrieb der GISA. Die Projektumsetzung folgt einem eigens entwickelten Projektstrukturplan, der die Aufgaben der Stadtwerke-Partner klar beschreibt. Bei fristgerechter Mitarbeit aller Beteiligten kann die Realisierung innerhalb von rund vier Monaten erfolgen. „Wir haben für zwei große Netzbetreiber bereits vollständige aEMT‑Systeme aufgebaut und beginnen mit der Überführung in den operativen Betrieb. Die Übermittlung der Netzzustandsdaten erfolgt dabei stabil und zuverlässig“, beschreibt Stephan Röhrenbeck die bisherigen Umsetzungserfahrungen.

Leistungsumfang aEMT-Lösung 

Das aEMT-Basismodul umfasst alle notwendigen Komponenten für die Umsetzung des CLS-Managements:

  • Getrenntes Test- und Produktivsystem
  • Systemaufbau und Mandantenintegration der Marktrolle aEMT
  • Einrichtung der Steuerbox-Administration für die Steuerung von CLS‑Geräten
  • Einbindung in die Smart-Metering‑PKI, inkl. Zertifikatsmanagement
  • IT‑Betrieb, Monitoring, Administration und Service Desk als BPO-Leistung
  • Manueller Workaround zum Projektstart

Für erste Tests bis zur vollständigen Prozessintegration der ERP-Hersteller stellt VOLTARIS einen manuellen Workaround bereit. Damit lassen sich Steuerboxen bereits vorab in Betrieb nehmen. Zusätzlich übernimmt VOLTARIS dabei die Abwicklung von Klärfällen, das Berechtigungsmanagement für Steuerprozesse und das Handling von Fehlerfällen und Anfragen.

Umsetzung in der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem

Mit dem neuen Modul aEMT Basis unterstützt VOLTARIS die Stadtwerke-Partner der Anwendergemeinschaft, der inzwischen rund 50 Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber angehören, bei der standardisierten und effizienten Steuerung im Niederspannungsnetz. VOLTARIS begleitet die Kunden während des gesamten Smart Meter Rollouts. Die Anwendergemeinschaft steht interessierten Stadtwerken und Netzbetreibern weiterhin offen und bietet eine starke Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsame Weiterentwicklung.

Die Digitalisierung der Niederspannungsnetze nimmt Fahrt auf – und genau jetzt beginnt bei der VOLTARIS GmbH ein entscheidender Projektabschnitt: Die ersten Steuerboxen werden im Prüflabor umfangreich getestet. VOLTARIS entwickelt Lösungen rund um das CLS-Management, um die Netz- und Messstellenbetreiber dabei zu unterstützen, ihre Netze effizient zu steuern, Netzengpässe zu vermeiden und die Netzstabilität zu sichern. Als Steuerbox-Administrator übernimmt VOLTARIS künftig die Verwaltung, Konfiguration und den zertifizierten Betrieb der Steuerboxen.

VOLTARIS GmbH - CLS Managment

CLS-Management im Fokus
Mit den Vorgaben des §14a EnWG zur Anbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (Controllable Local Systems – CLS) erweitern sich die Aufgaben der Netz- und Messstellenbetreiber. Sie nehmen die Marktrolle des aktiven externen Marktteilnehmers (aEMT) ein. Voraussetzung dafür ist die Erweiterung der IT-Systemlandschaft um ein aEMT bzw. CLS-Management-System, das an das Gateway-Administrations-System anzubinden ist. VOLTARIS hat die eigene Systemlandschaft bereits um ein aEMT-/CLS-Management-System erweitert und bietet den Stadtwerke-Partnern die volle Funktionalität des aEMT an, so dass sie keine eigene Zertifizierung für die Teilnahme an der Smart-Meter PKI benötigen.


Praxisprojekt bei großem Netzbetreiber
Das aktuelle CLS-Projekt umfasst den Aufbau eines aEMT-Systems mit zehn Steuerboxen in der Produktivumgebung für einen großen Netzbetreiber-Kunden und fünf weiteren in der Testumgebung. Das System ist so konzipiert, dass nahtlos Smart Meter Gateways integriert werden können, die Messdaten nach TAF 7 (Zählerstandsgangmessung) und TAF 10 (Netzzustandsdaten) bereitstellen. „Es geht bald los, und das in ganz großem Stil“ ist sich Marcel Christmann, Referent Smart Metering bei VOLTARIS, sicher. Der nächste Schritt im Projekt ist die Anbindung der Steuerboxen an die Test-PKI, um die sichere Kommunikation zwischen Steuerboxen und Messsystemen zu gewährleisten.

 

VOLTARIS-Prüflabor: Testen und Inbetriebnahme
Im Prüflabor wird jede Steuerbox zunächst manuell aufgeschaltet, um die Inbetriebnahme zu testen. „Mit herstellereigenen Tools greifen wir auf die Testgeräte zu und prüfen die Funktionalität der Steuerungen. Die Kommunikation erfolgt über eine IPv6-Adresse per Ethernet, was eine moderne und zukunftssichere Vernetzung ermöglicht“, beschreibt Christmann das Vorgehen.

 

Vom Labor ins Feld
Am 10. Dezember nimmt VOLTARIS bei einem Letztverbraucher live die erste Steuerbox in der Produktivumgebung in Betrieb – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt. Bereits Anfang Dezember wurden von einem weiteren Netzbetreiber-Kunden mit VOLTARIS-Unterstützung intelligente Messsysteme mit Steuerbox im Smart Grids Laber der Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) in Betrieb genommen.

Umsetzung in der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem
Mit den CLS-Services profitieren die Stadtwerke-Partner der Anwendergemeinschaft, der mittlerweile mehr als 50 EVU und Netzbetreiber angehören, von sicheren, standardisierten und effizienten Steuerungsmöglichkeiten im Niederspannungsnetz. VOLTARIS begleitet die Kunden während des gesamten Smart Meter Rollouts. Insgesamt betreut VOLTARIS rund 1,5 Millionen Zählpunkte im intelligenten Messstellenbetrieb sowie künftig 300.000 intelligente Messsysteme als Full Service-Dienstleistung.